Kanackische Welle

Kanackische Welle

Weiße Zerbrechlichkeit und Weiße Tränen

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Die Tränen einer weißen Frau können dafür sorgen, dass Schwarze Männer im Gefängnis landen, gar getötet werden. Wenn diese sie falscher Dinge beschuldigen. Ganz so schlimm ist es für uns beide nicht, dennoch haben die Tränen und die Befindlichkeiten auch von weißen Männern oft krasse Konsequenzen für unsere Psyche. In dieser Folge geht es um ein Empathie-Ungleichgewicht für weiße und nicht-weiße Menschen.

Tupodcast-Folge: https://tupodcast.podigee.io/4-new-episode

Vocal About It über Weiße Tränen: https://soundcloud.com/vocal-aboutit/8-vocal-about-surviving-white-tears

Robin DiAngelo über Weiße Zerbrechlichkeit: https://www.zeit.de/campus/2018-08/rassismus-dekonstruktion-weisssein-privileg-robin-diangelo


Kommentare

Token
by Token on
Schöne Folge und wirklich großes Lob für diesen Podcast! Ich wollte nur etwas zu dem Punkt relativ am Ende sagen. Es ging um das Mansplaning zum Thema Abnehmen. Es wäre wichtig, wenn Ihr euch auch mit der #bodypositivity Bewegung beschäftigen würdet (speziell auch im BIPOC-Bereich) und explizit das Thema Fettfeindlichkeit euch anschaut. Denn zu sagen, dass es nicht einfach, aber auf jeden Fall möglich ist abzunehmen, ist einfach falsch und mit einer dicken Person darüber streiten zu wollen, ob das jetzt stimmt oder nicht kann diskriminierend werden. Fettfeindlichkeit ist ebenfalls eine strukturelle Diskriminierung. Sie hat sich unwohl gefühlt und hat das Problem warscheinlich nur mit dem falschen Begriff benannt. Das was du warscheinlich gemacht hast, war nicht unbedingt nur Mansplaining sondern auch verletztende fettfeindliche Diskriminierung. Als nichtdicke Person gibt es eben Dinge, die man als sportlicher Mensch nie erleben muss. Dazu gehört auch sich ständig mit wildfremden Leuten darüber unterhalten zu müssen, dass man eigentlich nur nicht genug Willenskraft hat, um abzunehmen. Das ist fatal, da dadurch das Vorurteil entstand, dass dicke Menschen z.B. faul sind.
Berrin
by Berrin on
Huhu..mega danke an euch für die Folge und die selbstrefektierenden Gedanken. Ich hab soviel wiedererkannt aus meinem altag und wusste gar nucht wie ich es benennen sollte es ist wirklich mega belastend das immer wieder zu ahben mit menschen die man mag. Und oft ist es auch so, man sagt es dann erklärt es, aber es ändert sich nichts. :( da sist wirklich traurig dadurch freundschaften zu verlieren oder sich immer unverstanden zu fühlen. Allerdings erlebe ich es auch sehr oft das mir meine Erfahrungen von anderen kanacken/B-Poc nicht geglaubt werden weil ich durchaus auch als weiß pasen könnte (sieht man vom namen ab). Das ich auch gewaltätigen Rassismus und sehr viel Diskimminkerung bereits als Kind auf nem Dorf erlebt habe verstehen sie dann nicht. Es ist aber so- könnt ihr mir glauben! Also auch da muss ich mich sehr oft rechtfertigen und das tut mir fast noch mehr weh...weil die community doch ein schutz sein sollte. Aber man kann sich als mixed poc da sehr isoliert fühlen. Und auch das thema mit der armut ist sehr wichtig, das wird sehr wenig gesehen es hat aber einen riesen inpact auf das leben vor allem auch in Kombination mit Migration und Rassismus...die Chancen gehen damit steil bergab in deutschland...so zb Bildungschancen, und selbst später das bleibt immer im kopf das verhalten, das selbstbewusstsein eben der Habitus ist einfach so geprägt. Ich könnte noch viel schreiben ist ein sehr komplexes Thema...danke für eure arbeit ✊🏼✊🏿✊🏽 ..allerdings versteh ich die frau die das gespräch zum abnehmen als mansplaining beschreibt...dem würde ich in dem kontekt tatsächlich zustimmen. Ich würde das auch als mansplaining bezeichen. Weil es um ihre Erfahrung ging und nicht darum wie man(n) abnehmen kann. Frauen, Body, race ist nochmal n ganz anders großes Thema.
Berrin
by Berrin on
Huhu..mega danke an euch für die Folge und die selbstrefektierenden Gedanken. Ich hab soviel wiedererkannt aus meinem altag und wusste gar nucht wie ich es benennen sollte es ist wirklich mega belastend das immer wieder zu ahben mit menschen die man mag. Und oft ist es auch so, man sagt es dann erklärt es, aber es ändert sich nichts. :( da sist wirklich traurig dadurch freundschaften zu verlieren oder sich immer unverstanden zu fühlen. Allerdings erlebe ich es auch sehr oft das mir meine Erfahrungen von anderen kanacken/B-Poc nicht geglaubt werden weil ich durchaus auch als weiß pasen könnte (sieht man vom namen ab). Das ich auch gewaltätigen Rassismus und sehr viel Diskimminkerung bereits als Kind auf nem Dorf erlebt habe verstehen sie dann nicht. Es ist aber so- könnt ihr mir glauben! Also auch da muss ich mich sehr oft rechtfertigen und das tut mir fast noch mehr weh...weil die community doch ein schutz sein sollte. Aber man kann sich als mixed poc da sehr isoliert fühlen. Und auch das thema mit der armut ist sehr wichtig, das wird sehr wenig gesehen es hat aber einen riesen inpact auf das leben vor allem auch in Kombination mit Migration und Rassismus...die Chancen gehen damit steil bergab in deutschland...so zb Bildungschancen, und selbst später das bleibt immer im kopf das verhalten, das selbstbewusstsein eben der Habitus ist einfach so geprägt. Ich könnte noch viel schreiben ist ein sehr komplexes Thema...danke für eure arbeit ✊🏼✊🏿✊🏽 ..allerdings versteh ich die frau die das gespräch zum abnehmen als mansplaining beschreibt...dem würde ich in dem kontekt tatsächlich zustimmen. Ich würde das auch als mansplaining bezeichen. Weil es um ihre Erfahrung ging und nicht darum wie man(n) abnehmen kann. Frauen, Body, race ist nochmal n ganz anders großes Thema.
Amadea
by Amadea on
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, eure Expertise und persönlichen Erfahrungen zu teilen! Die deutsche Gesellschaft und der Medienmainstream in diesem Land brauchen mehr prominente, BPoC Stimmen. Gerade zum Thema weisse Zerbrechlichkeit waren eure vielseitigen Beiträge super spannend und hilfreich. Als ihr angesprochen habt, dass die Stimmung in einem Raum mit weissen Menschen in den Keller fällt, sobald man das Wort "weiss" verwendet, um Menschen und die ihnen zugeschriebene, rassifizierte Identität zu beschreiben, kam mir eine Frage: Wie ist das einzuschätzen, wenn weisse Menschen, das Wort "weiss" verwenden, um über sich selbst zu sprechen? Ist das eine Aneignung? Und wie ist es, wenn sie sich über spezifische, weisse Kultur lustig machen? Ist das eine Aneignung? Sind Witze über weisse Kultur und weisse Menschen ein Werkzeug von BPoC, um sich eine Mini-Pause von white supremacy zu verschaffen, das weisse Menschen sich nicht ausleihen dürfen, um damit Spaß zu haben? Oder ist das Lachen über das eigene Weisssein ein Akt, Weisssein vom Thron zu stürzen und ein Darstellen der Erkenntnis, dass Weisssein auch eine Rasse ist und man nicht mehr als Standard, der nicht rassifiziert ist, herumläuft? nach dem "Alman Meme Gate" hat dieses Thema medial auch eine neue Brisanz bekommen, glaub ich https://taz.de/Alman-Memes-im-Netz/!5659812/ Es würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust und Zeit hättet, eure Einschätzungen dazu zu geben.
Katgo
by Katgo on
Danke für die Folge! Ich habe als weiße Person einen rein weißen Freundeskreis und bin dankbar dafür, dass ich von euch lernen kann. Das Problem der weißen Tränen gibt's auch untereinander, unter weißen Frauen, die, die heult, kriegt die Aufmerksamkeit. Was manchmal völlig richtig und ok ist, im Setting wie Job aber eben nicht, wie ihr auch sagt. Gibt's eigentlich ein weibliches Pendant zu eurem Podcast? Gespannt auf die nächste Folge!

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