Kanackische Welle

Kanackische Welle

07. August 2019 Der "Sunken Place": Selbstablehnung als Schwarzkopf unter Almans - mit Oğuz Yılmaz & Duygu Gezen

Der "Sunken Place": Selbstablehnung als Schwarzkopf unter Almans - mit Oğuz Yılmaz & Duygu Gezen

Der Sunken Place, eine Phase in der man kein volles Bewusstsein über seine Identität hat und dazu tendiert sich der Mehrheit anpassen zu wollen. Im Extremfall kann die Andersartigkeit zu Selbsthass und Selbstablehnung führen. Gemeinsam mit Oğuz Yılmaz & Duygu Gezen ergründen wir unsere Erfahrungen und stellen einen konkreten Anwendungstest auf. Wie tief seid ihr gesunken auf der "Sunken Place Phasen-Skala"? Hört rein und schreibt uns eine DM mit der Antwort. Enjoy!

Falls ihr Lust habt, werdet Habibi-Member: https://steadyhq.com/kanackischewelle <3

Warum sind so viele Schwarze & People of Color Influencer? - mit Hichäääm

"Wer solche Influencer- Awards als lächerlich abtut, sollte sich dessen bewusst sein dass das Dasein als Influencer für viele Schwarze & Kanax im Land der einzige greifbare und sichtbare Weg des sozialen Aufstiegs ist. Das Internet ist barrierefreier als unsere elitäre Medienwelt." so lautete eine These von Malcolm, wir haben einen der erfolgreichsten Youtuber Deutschlands getroffen um herauszufinden ob diese These so auch zutrifft. Der Marokko-stämmige Hichäm hat über 1,5 Millionen Facebook-Fans und fast 400.000 Abonennt/innen auf Youtube. Damals bildete er mit Stars wie Shirin David, DagiBee & Konsorten "Die Gang" und da hat der so gaaar nicht reingepasst. Mittlerweile hat er kein Bock auf diesen ganzen Mist, bleibt aber den Medien treu und schlägt sich als Schauspieler durch. Außerdem ranten wir über aktuelle Geschehnisse im Deutschrap und warum Rapper und Youtuber gerne doofen Trends folgen (Loredana, Mert, Shirin David, Eno, Mero...) und Hicham erzählt wie er in Hollywood fast Aladdin geworden wäre, sogar bei den Auditions dabei war und wie der Casting-Prozess ablief.

Unterstützt uns bei Steady:
https://steadyhq.com/de/kanackischewelle

"Aus Muslim Mach Latino": Namen und Rassismus - LIVE @ Kosmonaut Festival

Ein Latino kommt einfach besser an als ein Türke, Kurde oder Araber. Diese Erfahrung machen Jungs wie Gihad, Tugay oder Mahmud häufig. Deswegen nennt er sich im Club Fernando. Aus Angst vor Nachteilen und Vorurteilen, die er so gut kennt. Für andere geht der Leidensdruck soweit, dass sie sogar ihre Namen standesamtlich ändern, wie die ZEIT-Journalistin Vanessa Vu, die ursprünglich Hồng Vân Vũ hieß. In unserer ersten Live-Aufzeichnung erklärt sie, warum sie diesen Schritt gewagt hat.

Unterstützt uns bei Steady: https://steadyhq.com/de/kanackischewelle

Wer darf das K-Wort sagen? - mit Moe Phoenix

Ist unser Name ein Problem? In den 60ern galt "Kanake" als Schimpfwort, um Menschen mit südländischem Aussehen zu beschreiben. Heute spielen wir, zwei Halb-Palis, damit und machen einen Podcast daraus. Geht das klar? Moe Phoenix gibt das ultimative Feedback zum K-Wort und erklärt wann und wie es verwendet werden darf. Moe war aber nicht irgendein Poddi-Gast, sondern uns vereint auch einiges. In seinem Song "Mama Baba" singt er über die Rolle seiner Eltern, mit denen er aus dem Libanon nach Deutschland floh und die Motivation diese stolz zumachen und ihnen etwas zurückzugeben. Außerdem spricht er von der Zeit, als er musikalisch durchstarten wollte, doch seinen Lebensunterhalt auf dem Bau verdienen musste. Enjoy!

R&B auf Deutsch?! mit Kay One & Moe Phoenix

Moe Phoenix hat mittlerweile alles erreicht. Etliche Chart-Hits, Konzerttouren in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ENDLICH eine Solo-Karriere mit Solo-Alben. Das zu erreichen ist für viele Sänger_innen in Deutschland unglaublich schwer. Sehr lange verkommen sie nur als Refrain-Stimmen, die schlecht bis garnicht bezahlt werden und deren Musik nie ernst genommen wird. Im Gespräch erörtern wir eine Theorie, warum es bei Moe Phoenix geklappt haben könnte und schauen uns auch die neue und alte Generation an Sängern ein und geben Einschätzungen. Auch der Musiker Kay One gibt hier sehr viel qualifizierten Input.

Disney's Aladdin: Gefährlicher Orientalismus oder gelungenes Empowerment?

Wir sind wieder zurück! Willkommen zu Staffel 2 der Kanackischen Welle. Jeden zweiten Dienstag beleuchten eure Lieblings-Halb-Palästinenser Malcolm Ohanwe und Marcel Aburakia ein wichtiges Thema aus der "Community". Heute sprechen wir mit Poetin, Antirassismus-Couch und Orientalismus-Expertin Mona ElOmari über den Disney-Klassiker ALADDIN. Wir teilen unsere Eindrücke, erzählen wo uns die rasssitische Praxis des Orientalismus auch im Alltag begegnet und bewerten schlussendlich mit wie viele kanackische Wellen die Realverfilmung verdient hat.

Staatssekretärin Sawsan Chebli

Die Berliner Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement und Internationales Sawsan Chebli schnackt mit uns über ihre Kindheit mit 12 Geschwistern, ihre Fan-Liebe für Borussia Dortmund, ihre gemeinsamen Pläne mit der libanesischen queerfeministischen Band Mashrou Leila, bespricht einige ihrer legendären Tweets und gibt die ultimative Antwort welches palästinensische Gericht der Baba aller Babas ist...

Die Muhabbet-Story - "Als Deutschland noch nicht bereit war für Kanacken-Pop"

In den Straßen Deutschlands sind seine Songs "Ich Will Nicht Gehen" oder "Sie Liegt In Meinen Armen" legendäre Klassiker. Der Kölner Musiker Muhabbet hat Mitte der 2000er ein regelrechtes Pandämonium ausgelöst - vorallem aber bei Schwarzköpfen. An vielen Deutschen ohne Migrationshintergrund ging sein Hype aber komplett vorbei. Damals verstanden Labels noch nicht wie man Kanacken richtig vermarktet und so wurde trotz einiger weiteren Achtungserfolge und Chart-Hits ("Schau Hin", "Verbotene Liebe" oder "Çüş Junge") wurde aus Muhabbet nie der große Megastar im Deutschen Pop. 2008 folgte nach einem Skandal mit einer ARD-Journalisten die ihm unterstellte ein Islamist zu sein, der komplette Bruch mit dem Mainstream. Heute vertreibt er seine Musik selbst übers Netz und hat immer noch in der (türkischen) Diaspora seine Fans. In der Kanackischen Welle erzählt er seine herzzerreißende Geschichte zum nationalen Fame und wie alles wieder verschwand.

Darf man noch R. Kelly hören? - mit Miriam Davoudvandi

In der Doku "Surviving R. Kelly" sprachen sich Familienmitglieder, die Ex-Frau, Musik-Kolleginnen und Kollegen gegen R. Kelly aus, erzählten von abscheulichen Missbrauchsvorwürfen an dutzenden minderjährigen Frauen. Trotzdem ist R. Kelly immer noch weltweit gefragt, hat gerade zwei kommende Deutschland-Konzert, und privat hört Malcolm noch immer seine Musik. Mit splash-Chefredakteurin Miriam Davoudvandi sinnieren wir darüber wie viel Verantwortung man als Konsument*in für sein Fan-Sein übernehmen sollte. Für Marcel taucht diese Problematik bei anderen Idolen wie Christiano Ronaldo oder Kanye West auf, die auch durch sehr fragliche private Dinge in Erscheinung treten.

Politiker-Sein mit Migrationshintergrund & Tourette - mit Bijan Kaffenberger

Der wunderhübsche und intelligente Bijan Kaffenberger hat es kürzlich in den Hessischen Landtag geschafft und das obwohl seine Partei die SPD ein Allzeit-Tief erlebt. Wir haben den frischgebackenen Landtagsabgeordneten in der Münchener Bar Cucurucu getroffen. Es geht um seine teils marokkanische Herkunft, zu der er nur einen bedingten Zugang hat, da sein Vater ihn früh verlassen hatte und sein Aufwachsen bei seinen Großeltern nach dem seine Mutter mit 6 starb. Außerdem erzählt er ob er für seine Behinderung schon sexuell fetischisiert wurde und warum er für die SPD brennt und Boulevard nix abgewinnen kann.